Hier finden Sie Wissenswertes über die südamerikanischen Andentiere.

Systematik

Überordnung: Laurasiatheria

Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)

Unterordnung: Schwielensohler (Tylopoda)

Familie: Kamele (Camelidae)

Gattung: Vicugna

Art: Alpaka

Wissenschaftlicher Name

Vicugna pacos (Linnaeus, 1758)

Das Alpaka als Haustier  Schon    3000    v.    Chr.    wurde    das    Alpaka    als    Haustier    vom    Menschen    domestiziert.    Damals    schätzten    die    Bewohner    Südamerikas    die    feine, hochwertige   Wolle   des   Tieres   und   setzten   es   deshalb   nicht   als   Lastentier,   wie   das   Lama,   ein.   Bis   zur   Eroberung   des   Landes   durch   die   Spanier züchteten   die   Inkas   riesige   Apakaherden.   Doch   die   Eroberer   brachten   Schafe   mit   und   vernachlässigten   das   einheimische   Tier   so   sehr,   dass   es fast   ausgestorben   wäre.   Erst   als   die   Kolonialherren   aus   Spanien   das   Gebiet   verließen,   nahm   man   die   Zucht   wieder   auf,   sodass   sich   der   Bestand wieder   erholen   konnte.   Auch   in   Deutschland   werden   zunehmend   mehr   Alpakas   gehalten,   teils   als   Hobby,   teils   zur   Züchtung.   Die   Zuchttiere wurden   anfänglich   importiert,   doch   mittlerweile   weisen   Alpakas   in   Deutschland   die   notwendige   Qualität   der   Faser   auf   und   es   gibt   die   Tendenz, mehr auf die Stammbäume zu achten. Wie sieht ein Alpaka aus? Das    Alpaka    (lateinisch    Vicugna    pacos)    ist    mit    dem    Lama    verwandt.    Dementsprechend    sieht    ein    Alpaka    aus.    Sie    haben    einen    relativ    lang gestreckten   Körper   und   lange,   dünne   Beine.   Der   Kopf,   der   eine   dreieckige   Form   hat,   sitzt   auf   einem   langen   Hals.   Sie   sind   mit   knapp   einem   Meter Schulterhöhe   etwas   kleiner   und   mit   55   bis   65   Kilogramm   um   einiges   leichter   als   die   Lamas.   Das   Fell   ist   sehr   dicht   und   kann   von   weiß   über   braun und   schwarz   alle   möglichen   Schattierungen   haben.   Es   gibt   außerdem   mehrfarbige,   gescheckte   Tiere   in   vielen   Variationen.   Das   Alpaka   verfügt außerdem nicht über obere Schneidezähne, sondern über eine Kauplatte. Wie lebt ein Alpaka? Alpakas   leben   im   Westen   des   südamerikanischen   Kontinents.   Ihr   Verbreitungsgebiet   umfasst   die   Andengebiete   von   Ecuador,   Peru,   Nord-Bolivien und   Nord-Chile,   wo   sie   im   Gebirge   zwischen   3500   und   5000   Metern   Höhe   über   dem   Meeresspiegel   grasen.   Es   sind   sehr   gesellige   Tiere   und   sie leben   in   Familiengruppen   mit   einem   dominanten   Männchen   und   Weibchen   mit   deren   Jungen.   Das   Alpaka   ist   ein   Pflanzenfresser   und   ernährt   sich fast   ausschließlich   von   Gras.   Um   diese   Kost   verdauen   zu   können,   hat   es,   wie   alle   Kamele,   einen   dreiteiligen   Magen.   Insgesamt   gibt   es   derzeit etwa 3 Millionen Tiere dieser Art. Wie verhält sich ein Alpaka?  Das   Alpaka   zeichnet   sich   durch   ein   sehr   soziales   Verhalten   aus.   Die   Bande   in   der   Herde   sind   sehr   stark.   Die   intelligenten   Tiere   haben   ein freundliches   und   neugieriges   Wesen   und   lassen   sich   von   ihrem   Besitzer   ohne   Probleme   berühren,   sobald   sie   ihn   akzeptiert   haben.   Das   Alpaka gibt   meist   brummende   Laute   von   sich.   Nur   wenn   es   sich   bedroht   fühlt,   quietscht   und   kreischt   es,   um   seine   Artgenossen   zu   warnen.   Alpakas betreiben   intensive   Körperhygiene   und   unterhalten   sogar   einen   gemeinsamen   Dunghaufen.   Die   Weibchen   gehen   mitunter   sogar   gemeinsam aufs   Klo   und   stellen   sich   in   einer   Reihe   vor   dem   Dunghaufen   auf.   Wie   das   Lama,   kann   ein   Alpaka   auch   spucken.   Zwar   ist   das,   was   ein   Alpaka spuckt   manchmal   wirklich   nur   Spucke   und   Luft,   doch   viel   öfter   handelt   es   sich   hierbei   um   giftige   Magensäfte   und   halb   verdautes   Gras.   Das Alpaka würgt diese hoch und spuckt sie auf das Ziel seiner Wahl. Jedoch kommt es  auf den Charakter des Tieres an, wann und wie oft es spuckt. Wie pflanzt sich ein Alpaka fort?  Weibliche   Alpakas   werden   zwischen   dem   ersten   und   dritten   Lebensjahr   geschlechtsreif.   Dann   sind   sie   bereit,   Junge   zu   gebären.   Die   Männchen versuchen   die   Weibchen   von   sich   als   Partner   zu   überzeugen,   indem   sie   eine   Art   Gesang   von   sich   geben.   Der   Geschlechtsakt   an   sich   kann zwischen   nur   fünf   Minuten   und   einer   ganzen   Stunde   dauern.   Die   Tragzeit   bei   Alpakas   dauert   ca.   elfeinhalb   Monate.   Danach   bringt   das   Weibchen ein einziges Junges zur Welt. Zwillinge sind sehr selten. Das Neugeborene kann bereits kurz nach der Geburt laufen.  Wie sieht das Fell der Alpakas aus? Es   gibt   zwei   verschiedene   Arten   des   Alpakafells.   Beim   sogenannten   Huacaya   Alpaka   ist   es   gekräuselt   und   hat   einige   feine   Deckhaare.   Das   Fell   des Suri   Alpaka   hat   keine   Kräuselung   und   hängt   in   langen   Strähnen   am   Tier   herunter.   Insgesamt   gibt   es   52   verschiedene   natürliche   Farbtöne   bei Alpakas.   Man   schert   die   Alpakas   einmal   jährlich.   Nach   Kadierung   der   Wolle,   kann   sie   gesponnen      und   danach   weiterverarbeitet   werden.   Es können   daraus   Decken,   Pullover,   Socken,   Mäntel   und   Mützen   gestrickt   werden.   In   Südamerika   sind   die   Ponchos   sehr   beliebt.   Die   Alpakawolle   ist wärmer als Schafwolle. Quelle: Jan Wrede (->für Was ist was); Wikipedia (->Alpaka (Kamel))
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