“Die Andentiere sind ein echter Hingucker”

10.03.2014 - ein Bericht von Tillmann Zeller Niederstetten: Die Familien Linder-Mönch und Mayer haben sich zu echten Alpaka-Experten gemausert Niederstetten.    Zu   echten   Alpakaexperten   sind   die   Familien   Linder-Mönch   und   Mayer   in   Niederstetten   -   Hachtel   und   Niederstetten   -   Heimberg geworden.   Mit   dem   Schild   "Hohenloher   Alpakahof"   werden   die   Besucher   begrüßt.   Die   erste   Frage   der   Gäste   ist   natürlich:   "Wie   kommen   diese Andentiere ausgerechnet nach Hohenlohe, dort wo die Schweine- und Rinderzucht zuhause ist?" Ganz einfach: Sebastian ein Sohn der Familie Mayer, sah die Tiere im Fernsehen. Dabei begeisterte er sich für diese schönen Nutztiere. In   den   kargen   Gebirgen   Perus   trotzen   die   Alpakas   mit   ihrem   dichten   Wollkleid   auch   dem   extremen   Wettergeschehen   oberhalb   von   4000   Metern Höhe    mit    bitterer    Nachtkälte    und    starkem    Sonnenlicht    am    Tage.    Sie    haben    sich    bestens    den    kargen    Futterbedingungen    angepasst    und besondere Überlebensstrategien entwickelt. Damit   die   neugeborenen   Fohlen,   so   heißen   die   Jungen   dieser   domestizierten   Kamelform,   beste   Geburtsbedingungen   haben,   findet   die   Geburt regelmäßig   in   der   Mittagszeit   statt,   dann,   wenn   es   am   wärmsten   ist.   Die   staatlich   geprüfte   Wirtschafterin   für   Landbau,   Gaby   Mayer,   stammt   von einem   Rinderzuchtbetrieb   und   hat   ihr   Händchen   für   diese   Wiederkäuer   auf   die   Alpakas   übertragen.   So   gelang   es   ihr,   entgegen   den   Aussagen von   Alpakazuchtbetrieben,   eine   Stute   zu   melken,   deren   Fohlen   nicht   saufen   wollte.   Schwerpunkt   des   Hofes   Mayer   ist   die   Ferkelerzeugung, deshalb   wurde   genauso   wie   auf   dem   befreundeten   und   rindviehlosen   Betrieb   Linder-Mönch   Tiere   gesucht,   die   gut   das   Restgrünland   verwerten können. Die    übliche    Variante    Schafe    als    Rasenmäher    einzusetzen,    war    nicht    nach    ihrem    Geschmack.    So    kamen    die    Alpakas    zum    Zuge.    Und    alle Familienangehörigen, nicht nur die Kinder, sind begeistert von diesen sanften, hübschen und sozialen Geschöpfen. Seit   dem   September   2010   wird   jetzt   mit   Alpakas   Zucht   betrieben.   Auf   verschiedenen   Zuchtbetrieben   wurden   Informationen   eingeholt   und   eine Ausbildung   in   Alpakahaltung   absolviert.   Praktische   Erfahrungen   aus   der   Rinderhaltung   wurden   auf   diese   Tierart   übertragen,   denn   die   möglichen Erkrankungen   sind   gleich,   auch   wenn   Alpakas   nur   über   einen   dreiteiligen   und   keinen   vierteiligen   Magen   verfügen.   Wie   heimische   Kühe,   haben sie keine Zähne im Oberkiefer, sondern eine Kauplatte. In   hiesigen   Breiten   mit   den   weichen   Böden   nutzen   sich   anders   als   auf   den   steinigen   Weiden   der   Anden   die   Hufe   zu   wenig   ab,   dementsprechend ist   regelmäßige   Zehenpflege   angesagt.   Damit   die   leicht   eifersüchtigen   Hengste   ihre   potenziellen   Nebenbuhler   nicht   zu   sehr   piesacken,   wird ihnen   der   Kampfzahn   im   Alter   von   etwa   vier   Jahren   abgeschliffen.   Ausgangspunkt   der   jetzigen   Herde   waren   vier   trächtige   Stuten   und   zwei Fohlen.   Erlös   bringen   Zuchttiere   und   die   Wolle.   Einmal   im   Jahr   werden   die   Alpakas   geschoren.   "   Im   April   kommen   die   Hengste   und   Wallache   dran und   im   Mai   die   Stuten",   berichtet   Gaby   Mayer.   Zwischen   drei   und   sechs   Kilogramm   können   pro   Tier   gewonnen   werden.   Nur   ein   Kilogramm davon erreicht wegen der feinen Fasern die beste Qualitätseinstufung. Die   Schur   wird   in   verschiedene   Qualitäten   eingestuft,   gewaschen   und   kardiert.   Je   üppiger   die   Alpakas   ernährt   wurden,   umso   geringer   fällt   die Wollqualität   aus.   Mit   dem   Rückengriff   wird   die   Körperkondition   kontrolliert,   damit   die   Tiere   nicht   zu   fett   werden.   Alpakawolle   besitzt   ein hervorragendes   Isoliervermögen   und   beste   thermische   Eigenschaften.   Weil   sich   Alpakas   in   ihrer   Heimat   sowohl   gegen   Kälte   wie   gegen   Hitze schützen   mussten,   kommt   deren   Wolle   sowohl   für   Sommer   -als   auch   für   Winterkleidung   infrage.   Die   Wolle   ist   sehr   fein   und   weich   und   schmiegt sich der Haut an. Vor allem Kinder mögen Mützen und Schals aus diesem Produkt, weil nichts kratzt. Wer   Alpakas   zum   Beispiel   für   die   Therapie   von   kranken   Kindern   einsetzen   will,   muss   berücksichtigen,   dass   es   keine   Einzelgänger   sind,   denn   sie brauchen   einen   Partner.   Bei   Kindergeburtstagen   brachten   die   ans   Halfter   gewöhnten   Tiere   viel   Freude.   Und   die   heranwachsende   Jugend beeindruckte   das   intensive   und   langandauernde   Liebesspiel   von   Hengst   und   Stute,   bei   dem   der   Hengst   heftige   Lustgeräusche   von   sich   gibt.   Mit ihren   Zuchttieren   hat   sich   der   Hohenloher   Alpakahof   schon   bei   der   Alpakaschau   in   Ilshofen   mit   der   internationalen   Konkurrenz   gemessen.   Bei der    Einstufung    gilt    der    Körperbau    im    Übrigen    ganz    genauso    viel    wie    die    Faserqualität.    Heutzutage    finden    Alpakas,    die    in    Australien    und Neuseeland schon viele Freunde gewonnen haben, auch in Deutschland immer mehr Anhänger. tze © Fränkische Nachrichten, Tillmann Zeller

 

 

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