“Kiloweise echte Luxus-Wärme”

14.04.2012 - ein Bericht von Michael Weber-Schwarz Nein,   Alpakas   werden   nicht   als   Fleischlieferanten   gezüchtet,   sondern   wegen   ihrer   Wolle   -   das   muss   Gabriele   Mayer   immer   wieder   erklären.   Neun dieser Tiere leben mittlerweile in Heimberg und Hachtel. Niederstetten.   "Amelie"   ist   neugierig   -   vor   allem,   als   eine   Handvoll   Futter   geholt   wird.   Dem   16-jährigen   Sebastian   Mayer   frisst   die   junge   Alpaka- Stute   aus   der   Hand.   Der   Schüler   war   die   "treibende   Kraft",   als   es   um   die   Anschaffung   der   kleinen   Alpakaherde   ging.   "Sie   sind   ruhig   und zutraulich", sagt Sebastian. Und: "Sie spucken sich nur gegenseitig an - auf Menschen spucken sie nicht." Hinter   dem   Namen   "Hohenloher   Alpakahof"   stehen   die   zwei   Familien   Linder-Mönch   und   Mayer   aus   den   Niederstettener   Ortsteilen   Heimberg und   Hachtel.   Beide   Familien   führen   jeweils   einen   landwirtschaftlichen   Betrieb.   Die   zwei   Dörfer   liegen   rund   einen   Kilometer   auseinander   in   einer südlichen Nische auf der hohenloher Hochebene des Main-Tauber-Kreises. "Mit   der   Alpakazucht   haben   wir   im   September   2010   angefangen.   Zurzeit   weiden   bei   uns   neun   Tiere",   erzählt   Gabriele   Mayer.   "Weil   wir   keine Rinderhaltung   mehr   auf   unseren   Betrieben   hatten,   suchten   wir   nach   einer   Alternative   für   unsere   Grünlandflächen.   Schafe   kamen   für   uns   nicht   in Frage.   "Durch   einen   Aufenthalt   eines   Sohnes   in   Peru   wurde   die   Landwirtsfamilie   auf   die   sanften   Andentiere   aufmerksam.   "Nach   längerem Recherchieren   und   mehreren   Besuchen   bei   Zuchtbetrieben,   reifte   die   Idee   zur   eigenen   Alpakazucht   heran".   Letztendlich   entschieden   sich   die Mayers für den Kauf von vier trächtigen Stuten und zwei Fohlen - und für die Kooperation mit der Familie Linder-Mönch. In Hachtel grast die mittlerweile auf neun Tiere angewachsene Herde gegenüber dem historischen Bauernhaus der Familie. Die   Alpakas   sind   zwar   freundliche   Tiere,   ein   Streichelzoo   ist   die   Zucht   aber   nicht.   "Wir   halten   sie   als   landwirtschaftliche   Nutztiere",   stellt   Wolfgang Mayer   klar.   Dass   manche   Landwirtskollegen   das   Alpaka-Projekt   für   "speziell"   halten,   weiß   er   -   aber   das   sei   eben   so,   wenn   man   neue   Wege   gehe. Vermarktet   wird   die   hochwertige   Wolle   der   Tiere.   Zwischen   drei   bis   sechs   Kilogramm   können   pro   Tier   und   Jahr   erzeugt   werden.   Nur   ein Kilogramm   davon   gilt   wiederum   als   "1a"-Wolle   -   ein   echtes   Luxusprodukt.   Alpakawolle   verfügt   über   ein   gutes   Isoliervermögen   -   die   Tiere   leben   in ihrer   südamerikanischen   Heimat   immerhin   in   Höhen   bis   zu   5000   Metern   und   sind   mit   ihrem   Fellkleid   bestens   gegen   Kälte,   Wind,   Nässe   aber auch   extreme   Hitze   gerüstet.   Die   Wolle   der   Alpakas   ist   daher   sowohl   für   die   Herstellung   von   Sommer-   als   auch   Winterkleidung   geeignet. Alpakawolle   wird   ein   Tragekomfort   zugeschrieben,   der   der   von   Kaschmirwolle   ebenbürtig   ist.   Sie   ist   fein,   weich   und   liegt   geschmeidig   auf   der Haut. "Sie hält unglaublich warm", weiß Gabriele Mayer. Für Allergiker sei ein aus Alpaka-Faser hergestelltes Steppbett sehr gut geeignet. Über   ihre   Webseite   www.hohenloher-alpakahof.de   bieten   die   Familien   Wollprodukte   an   -   zum   Beispiel   gefilzte   Wollwickel   und   Garn.   Rohwolle   ist übrigens derzeit rar; erst ab der nächsten Schur im Frühsommer gibt es wieder Nachschub. Obwohl   die   freundlichen   Kameltiere   noch   ein   Geheimtipp   im   Kreis   sind,   hatten   sie   schon   einen   ersten   großen   Auftritt.   Beim   Herbstfestumzug durften   die   halfterführigen   Hengste   schon   einmal   mitlaufen.   "Ich   glaube,   sie   mochten   das   Publikum",   sagt   Wolfgang   Mayer.   "Danach   sind   sie aber wieder auf ihre Wiese marschiert, so als wäre nichts geschehen." © Tauber-Zeitung, Michael Weber-Schwarz

 

 

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